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Sep
02

„Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen“

Finale des Kiez Song Contest 2014 übertrifft alle Erwartungen

– Beim Sommerfest auf dem Mehringplatz sangen sich die fünf Finalisten des Kiez Song Contest 2014 in die Herzen der Jury. Die Band „Grupo SonAsi“ entschied den Contest für sich.
– In der Jury und auf der Bühne: Sänger und Moderator Ben präsentiert einen Song.

Mit zitternden Händen verließen die „Grupo SonAsi“ am vergangenen Sonnabend die Bühne auf dem Kreuzberger Mehringplatz. Sie sind die Gewinner des Gewobag-Kiez Song Contest 2014. „Wir haben es gehofft, aber nicht damit gerechnet“, freute sich Valeria. Mit „Fragilidad“, der spanischen Version von Stings „Fragile“ konnten sie nicht nur das Publikum von ihrem musikalischen Können überzeugen: „Stimmlich war die Leistung hervorragend – und mitreißend zugleich“, schwärmte Sänger Ben vom Auftritt. Er saß gemeinsam mit Bernd Albiker, Mitglied des Mieterbeirats Buckow, und Kerstin Kirsch, Geschäftsführerin der Gewobag MB Mieterberatungsgesellschaft, in der Jury.

Hausgemachte Musik, deutscher Rap und spanische Rhythmen
Bereits zum dritten Mal rief die Gewobag stimmbegabte Mieterinnen und Mieter auf, sich aus dem heimischen Wohnzimmer herauszutrauen und ihr Können auf einer Bühne unter Beweis zu stellen. „Entstanden ist die Idee zum Contest hier am Mehringplatz“, erklärte Kerstin Kirsch. Bereits vor Jahren haben sich hier Anwohner zum gemeinsamen Musizieren zusammengefunden, etwa das Kabarett „Die Kiezkrähen“. „Da haben wir uns gefragt, wie viele musikalische Mieter wir wohl noch haben“, so Kirsch. Seither führt die Gewobag den Kiez Song Contest jährlich durch. In diesem Jahr konnten sich gleich fünf Interpreten für das Finale qualifizieren. „Das Casting war gigantisch“, erinnerte sich Ben kurz vor Finalstart. „Ich bin sehr gespannt, wer sich seither weiter verbessert hat.“ Überzeugen konnten am Ende alle. Dicht drängte sich das Publikum vor der Bühne und belohnte die Auftritte mit tosendem Applaus. Leicht viel der Jury die Entscheidung über die Platzierungen folglich nicht. „Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, erklärte Kirsch. Am Ende belegte der Sänger Ozan Demiralay mit seiner gefühlvollen Interpretation von James Arthurs „Recovery“ den fünften Platz. Kaja Riedle heizte dem Publikum mit dem stimmungsvollen „When your“re good to mama“ aus dem Musical „Chicago“ ein und belegte Platz vier. Auf Platz drei schaffte es das Duo „Die halbe Miete“. „Für uns war klar: Wenn wir beim Contest mitmachen, dann nur mit einem eigenen Stück“, erklärte Frank Memmier kurz nach dem Auftritt. Den Song „Wir lassen uns das Mieten nicht verbieten“ schrieb er zusammen mit seinem Freund Andreas in dessen Küche. Auf humorvolle Weise bringen sie darin ihren Unmut gegenüber steigenden Mieten im innerstädtischen Bereich zum Ausdruck. Ebenfalls mit einem selbstgeschriebenen Stück bewarb sich Ali Nehme für den Kiez Song Contest und schaffte es schließlich auf den zweiten Platz. In „Freundschaft“ rappt der Zehnjährige über Zusammenhalt oder, wie er es sagt: „das Beste in unserem Leben“. Ali schreibt bereits seine nächsten Songs. Dranbleiben wollen auch Lucia und Valeria. Als „Grupo SonAsi“ traten die Freundinnen beim Song Contest erstmals mit ihren Eltern auf, die sie mit Gitarre und Violine begleiteten. „Wir hatten großen Spaß. Dass wir gewonnen haben bestärkt uns, nicht aufzuhören“, so Lucia. Beim Auftritt von Ben, der dem begeisterten Publikum einen bekannten Hit präsentierte, konnten die Finalisten gemeinsam ihren Sieg feiern.

Lange Tafel am Mehringplatz: Nachbarn feiern Sommerfest
Das Finale des Kiez Song Contest war der krönende Abschluss des diesjährigen Sommerfests auf dem Mehringplatz. Bereits am frühen Mittag waren die Bewohner auf die Straßen geströmt um sich an den Mit-Mach-Aktionen vor und auf der Bühne zu probieren, das Angebot der anwesenden Kiezinitiativen zu erkunden und sich vom bunten Unterhaltungsprogramm mitreißen zu lassen. Nicht nur sprichwörtlich im Mittelpunkt des Festes stand eine lange Tafel, gefüllt mit kulinarischen Köstlichkeiten verschiedener Kulturen. „Wir möchten, dass die Anwohner miteinander ins Gespräch kommen“, erklärte Candy Hartmann vom Quartiersmanagement. „An einer langen Tafel kann jeder Platz nehmen, essen, sich mit seinen Nachbarn unterhalten und vielleicht sogar neue Kontakte knüpfen.“ Auf diese Weise soll das soziale Miteinander und kulturelle Verständnis im Kiez nachhaltig gefördert werden.

Zukunftswerkstatt: Visionen für den Kiez Mehringplatz
Mit dem Ziel „Zurück zu einem der schönsten Plätze Berlins“ wurde 2011 im Rahmen einer Zukunftswerkstatt eine „Belle Alliance“ gegründet. Dem Kiez soll zu seinem früheren Glanz verholfen werden – war doch der Mehringplatz einst einer der schönsten Plätze Berlins, das herrschaftliche südliche Entree zur Friedrichstraße. Erst im April begingen die Bewohner mit einem bunten Fest die Rückkehr ihrer Engelsstatue „Victoria“. Die fesselnden Stimmen der Finalisten des Kiez. Song Contest trugen einen weiteren Teil dazu bei.

Fotos vom Event stehen unter www.gewobag.de zum Downloaden bereit.

Bildrechte: Tina Merkau

Die Gewobag ist eines der führenden Immobilienunternehmen in Deutschland. Die Bestände befinden sich in Berlin und Brandenburg und umfassen rund 58.000 Mietwohnungen sowie 1.500 Gewerbeeinheiten. Spezielle Serviceleistungen, unter anderem für Senioren, ergänzen das Angebot. Der Immobilienbestand der Gewobag steht für die Vielfalt der Stadt und bietet eine solide Basis auf dem regionalen Wohnungsmarkt. Soziale Quartiersentwicklung, Klimaschutz und wirtschaftliche Effizienz sind für die Gewobag bei der Entwicklung zukunftsorientierter Konzepte gleichermaßen wichtig.

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